Frühling: Das Sternbild Löwe

Astronomie

Das Sternbild Löwe besteht aus mehreren relativ hellen Sternen. Insbesondere der hellste unter ihnen, der α-Stern Regulus („kleiner König“), strahlt schon in der Dämmerung am südöstlichen Frühlingshimmel. Es ist daher nicht besonders schwierig, den Löwen aufzufinden und dann auch seinen Umriss auszumachen: ein großer länglicher Körper, oftmals liegend interpretiert wie eine Sphinx, rechts darüber ein gerundeter Hals mit kräftigem Kopf. Mit etwas Fantasie ist auch eine passende Forderpfote zu ersinnen. Der Löwe ist in der Astrologie das fünfte Zeichen des Tierkreises und wird somit auch im Volksmund oft erwähnt. Eine charakterbildende Eigenschaft haben die nur aus unserer Perspektive zusammenstehenden Sterne freilich nicht. Im Sternbild Löwe finden sich einige Doppelsterne. Ferner bilden die besonders hellen Galaxien M65 und M66 zusammen mit der deutlich lichtschwächeren Galaxie NGC3682 das so genannte „Leo-Triplett“, eine etwa 30.000.000 Lichtjahre entfernte Galaxiengruppe, welche wir Ihnen in einer klaren, mondlosen Nacht in unseren Teleskopen zeigen können.

Loewe-03

Mythologie

Bereits die alten Ägypter erkannten in der Sterngruppe einen Löwen, später auch andere Völker der Antike, wie die Syrer, Perser, Babylonier und die Griechen. In der griechischen Mythologie stellt das Sternbild Löwe den nemeischen Löwen dar, der in den Dörfern und Städten rund um die Stadt Nemea für Furcht und Schrecken sorgte und Verwüstung anrichtete. Schließlich erlegte der überaus kräftige Herkules den Löwen in dessen Höhle.  Er verschloss einen der beiden Höhlenausgänge mit einem Felsen. Durch den anderen betrat er die Höhle und erwürgte den Löwen mit bloßen Händen. Der Überlieferung nach trug der heldenhafte Herkules das Fell des Löwen später als Mantel, der ihm fortan als Schutzpanzer gegen fremde Waffen diente.

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