Sommer: das Sternbild Schwan

Bayer Schwan tonwert Linien 800p

Astronomie

Das Sternbild Schwan (lat. Cygnus) ist ein markantes Sternbild des Sommerhimmels, da es, einmal in seiner Form erkannt, einem fliegenden Schwan doch recht nahe kommt. Im Wesentlichen müssen dazu zwei helle Sternreihen ausgemacht werden, die sich am Himmel im rechten Winkel kreuzen. Diese Kreuzform wird oftmals als Kreuz des Nordens (als Gegenstück zum Kreuz des Südens, das bei uns nicht sichtbar ist) bezeichnet. An den Enden der einen Sternenreihe, die den Körper des Schwans mit dem langen, im Flug vorgestreckten Hals darstellt, finden sich der helle und bläulich strahlende Stern Deneb (α Cygni) als Schwanzstern und der orangefarben leuchtende Doppelstern Albireo (η und β Cygni) als Kopfstern des Schwans. Verlängert man die darin kreuzende Sternenreihe an den äußeren Enden jeweils um 1-2 Sterne, so wird die Form der im Flug nach hinten abgewinkelten Flügel sichtbar und die ganze Größe dieses eindrucksvollen Sternbilds wird erkannt. Deneb bildet mit den Sternen Wega in der Leier und Altair im Adler das Sommerdreieck. Es steht in den Sommermonaten spätabends hoch am Himmel.

Durch den Schwan zieht sich das fleckige Band der Milchstraße, weshalb das Sternbild reich an Sternen, nebeligen Objekten und Dunkelwolken aus interstellarem Staub ist. Auf lang belichteten fotografischen Aufnahmen werden der Sternenreichtum und die Vielgestaltigkeit der Milchstraße besonders deutlich.

Milchstraße im Schwan 1.8.2013 / F. Steimer

Milchstraße im Schwan 1.8.2013 / F. Steimer

Mythologie

In der griechischen Mythologie taucht das Sternbild des Schwans mehrfach auf. Beispielsweise soll die Ansammlung der Sterne den höchsten und mächtigsten Gott Zeus darstellen, der sich in einen Schwan verwandelt habe, um so unbemerkt schönen Frauen nachstellen zu können. Auch Götter haben offenbar so ihre ganz privaten Interessen!

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