Cirrusnebel

Cirrusnebel
Der Cirrusnebel, auch bekannt als Schleier-Nebel, ist der sichtbare Überrest einer gewaltigen Supernova, die vor ca. 8.000 Jahren in unserer Milchstraße stattfand. Damals explodierte in einer Entfernung von „nur“ 1500 Lichtjahren ein alter, sehr massereicher Stern („Roter Riese“). Ihm war zuvor der Wasserstoff- und Heliumvorrat zur Verbrennung fast ausgegangen. Das damit verbundene Einsetzen einer Fusion von schwereren Elementen wie Kohlenstoff und Sauerstoff zu immer noch schwereren Elementen setzte schnell gewaltigen Energien frei, welche durch die Schwerkraft irgendwann nicht mehr aufgewogen werden konnten. Die Explosion des Sterns wurde unausweichlich. In den extrem heißen Kernschmelzungsprozessen der Supernovaexplosion entstanden schließlich auch all jene schweren Elemente, die wir heute kennen (Eisen, Gold etc.). Diese Elemente wurden vor 8.000 Jahren ins Universum hinausgeschleudert, wo sie nun die Grundlage für die Entstehung neuer Sterne bilden. Der damals helle Lichtpunkt am Himmel hat sich inzwischen ausgedehnt und abgedunkelt. Er ist als eine spektakuläre Ansammlung mehrerer Nebelfetzen in unseren Teleskopen sichtbar.

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