Himmelsvorschau

Was ist los am Himmel über Passau –
Januar / Febuar / März 2022

Zusammengestellt von Rainer Klemm und Florian Steimer.
Quelle Sternkarte(n): Cartes du Ciel

Der Sternenhimmel im Januar/Februar/März
Nun ist die Glanzzeit der klassischen Wintersternbilder. Am abendlichen Himmel tummeln sich jetzt so viele helle Sterne wie zu keinem anderen Zeitpunkt des Jahres. Im Süden steht das prächtige Sternbild Orion, das neben einer großen Anzahl von hellen Sternen auch eine auffällige Struktur bietet. Die drei Gürtelsterne fallen bei einem Blick auf den südlichen Himmelsabschnitt sofort ins Auge. Zusammen mit den beiden helleren Sternen erster Größenklasse zeigen sie uns allmählich einen Himmelsjäger: oben links über den Gürtelsternen der rote Riesenstern Beteigeuze (der aus dem arabischen kommende Name bedeutet so viel wie „Achselstern“) und rechts darunter der weiß-bläulich schimmernde Rigel (auch aus dem arabischen und bedeutet soviel wie „rechtes Bein“). Unter den Gürtelsternen fällt ein matt schimmerndes Areal auf, das sich bei einem Blick durch ein Fernglas und insbesondere durch das Fernrohr als das Sternentstehungsgebiet des Großen Orionnebels entpuppt.
Ziemlich genau im Zenit (das ist der Punkt genau über uns am Himmel) steht nun das Sternbild der Zwillinge mit den Hauptsternen Castor und Pollux. Castor ist mit 45 Lichtjahren Entfernung auch noch zu unserer kosmischen Nachbarschaft zu zählen. Ein Blick durch ein leistungsfähiges Fernrohr, wie Sie es auf der Sternwarte finden, zeigt, dass es sich bei Castor eigentlich um zwei Sterne handelt, die einander umkreisen. Im Fernrohr sehr eng beieinander und kaum zu trennen sind sie in Wirklichkeit etwa 13 Milliarden Kilometer voneinander entfernt und benötigen für einen Umlauf umeinander 380 Jahre.
Auf alle sichtbaren Sternbilder des Winterhimmels einzugehen ist hier nicht möglich. Auf einen Stern sollte aber noch hingewiesen werden. Es ist der hellste Stern, der am Himmel zu sehen ist. Sein Name ist Sirius und es ist der Hauptstern des Großen Hundes. Mit einer Entfernung von nur 8,7 Lichtjahren ist Sirius auch der uns am nächsten stehende Stern der Winternacht. Aber auch damit ist Sirius etwa eine halbe Million Mal weiter entfernt als unsere Sonne!

Sternkarte

Eine interaktive Sternkarte mit der Möglichkeit der genauen Datums- und Zeitangabe finden Sie hier.

Mond-Phasen
Mondaufgang, Monduntergang und weitere Daten finden Sie z.B. auf dieser Seite:
https://www.timeanddate.de/mond/deutschland/passau
Planeten
Am frühen Abend entdecken wir im Südwesten einen hellen Punkt am Himmel, der alle anderen Sterne an Helligkeit übertrifft. Es ist Jupiter, der Gasriese, der uns im Teleskop durch seine verschiedenfarbigen Wolkenbänder fasziniert. Er zieht sich gegenwärtig vom Nachthimmel zurück. Ein Blick hierauf lohnt sich dennoch, allein schon wegen des Wandelspiels seiner vier hellsten Monde, an denen sich bereits Galileo Galilei erfreut hat.
Auch Uranus ist mit einem guten Feldstecher am abendlichen Nachthimmel aufzufinden. Im Teleskop wird seine türkisfarbene Kugelgestalt bereits beobachtbar. Oberflächendetails darf man sich bei diesem weit entfernten und ziemlich strukturlosen Gasplaneten jedoch nicht erwarten. Dasselbe gilt für Neptun, der im Januar noch tief im Südwesten aufzufinden ist.
Den Morgenhimmel beginnt uns allmählich die schwefelgelbe und strahlend helle Venus zu verzieren. Sie zieht innerhalb der Erdbahn ihre Kreise und ist daher manchmal als „Abendstern“, manchmal als „Morgenstern“ sichtbar.

Deep-Sky-Objekte
Als Deep-Sky bezeichnet man Objekte außerhalb unseres Sonnensystems, also beispielsweise Sternhaufen, Gasnebel oder Galaxien. Sie lassen sich am besten durch ein Teleskop betrachten. Hier sind einige der derzeit sichtbaren Deep-Sky-Objekte:

Orionnebel

M42

Diese riesige Wasserstoffwolke steht direkt unter den drei Gürtelsternen des markantesten Wintersternbildes und ist ein Hauptobjekt der meisten Führungen unter dem Wintersternenhimmel.
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Katzenaugennebel

NGC6543

Der Katzenaugennebel NGC6543 ist ein Planetarischer Nebel im Sternbild Drache. Schon 1786 konnte der Astronom Wilhelm Herschel dieses Objekt in seinem Teleskop erkennen.
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h/chi Persei

h/chi

Der Doppelsternhaufen h/chi im Sternbild Perseus ist bereits mit bloßem Auge als länglicher Lichtfleck am Himmel erkennbar. Im Fernglas sind die beiden Sternansammlungen deutlich zu sehen, und im Teleskop bietet sich ein imposanter Anblick.
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M81/82

M81M82

Die beiden Galaxien M81 (links) und M82 im Sternbild Großer Bär gehören zu den hellsten Galaxien am nördlichen Sternhimmel. Ein Grund für ihre relativ große Helligkeit ist ihre geringe Entfernung:
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Satelliten:
Von Zeit zu Zeit ist die Internationale Raumstation (ISS) am Himmel zu beobachten. Sie erscheint wie ein heller bis sehr heller ‚Stern‘, der sich etwa mit (scheinbar) Flugzeug-Geschwindigkeit über den Himmel bewegt.
Hier finden Sie die aktuellen Sichtbarkeiten der ISS für den Raum Passau:
Heavens above
AstroViewer
(Bahndaten für die ISS-Beobachtung mittels Teleskop: Supplemental Two-Line Element Sets)

Sichtbarkeiten anderer Satelliten für den Raum Passau, Mondphasen usw. finden Sie hier:
Satelliten, Mondphasen,…

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