Himmelsvorschau

Was ist los am Himmel über Passau –
Februar / März 2018

Zusammengestellt von Rainer Klemm und Florian Steimer.

Satelliten:
Von Zeit zu Zeit ist die Internationale Raumstation (ISS) am Himmel zu beobachten. Sie erscheint wie ein heller bis sehr heller ‚Stern‘, der sich etwa mit (scheinbar) Flugzeug-Geschwindigkeit über den Himmel bewegt.
Hier finden Sie die aktuellen Sichtbarkeiten der ISS für den Raum Passau:
Astroviewer

Sichtbarkeiten anderer Satelliten für den Raum Passau, Mondphasen usw. finden Sie hier:
Satelliten, Mondphasen,…

Der Sternenhimmel im Februar/März:
Nun ist die Glanzzeit der klassischen Wintersternbilder. Am abendlichen Himmel tummeln sich jetzt so viele helle Sterne wie zu keinem anderen Zeitpunkt des Jahres. Im Süden steht das prächtige Sternbild Orion, das neben einer großen Anzahl von hellen Sternen auch eine auffällige Struktur bietet. Die drei Gürtelsterne fallen bei einem Blick auf den südlichen Himmelsabschnitt sofort ins Auge, zusammen mit den beiden helleren Sternen erster Größenklasse, oben links über den Gürtelsternen der rote Riesenstern Beteigeuze (der aus dem arabischen kommende Name bedeutet so viel wie „Achselstern“) und rechts darunter der weiß-bläulich schimmernde Rigel (auch aus dem arabischen und bedeutet soviel wie „rechtes Bein“). Unter den Gürtelsternen fällt ein matt schimmerndes Areal auf, das sich bei einem Blick durch ein Fernglas und insbesondere durch das Fernrohr als das Sternentstehungsgebiet des Großen Orionnebels entpuppt.

Ziemlich genau im Zenit (das ist der Punkt genau über uns am Himmel) steht nun das Sternbild der Zwillinge mit den Hauptsternen Castor und Pollux. Castor ist mit 45 Lichtjahren Entfernung auch noch zu unserer kosmischen Nachbarschaft zu zählen. Ein Blick durch ein leistungsfähiges Fernrohr, wie Sie es auf der Sternwarte finden, zeigt, dass es sich bei Castor eigentlich um zwei Sterne handelt, die einander umkreisen. Im Fernrohr sehr eng beieinander und kaum zu trennen sind sie in Wirklichkeit etwa 13 Milliarden Kilometer voneinander entfernt und benötigen für einen Umlauf umeinander 380 Jahre.

Auf alle sichtbaren Sternbilder des Winterhimmels einzugehen ist hier nicht möglich. Auf einen Stern sollte aber noch hingewiesen werden. Es ist der hellste Stern, der am Himmel zu sehen ist. Sein Name ist Sirius und es ist der Hauptstern des Großen Hundes, links, etwas tiefer als das Ausgangssternbild Orion. Mit einer Entfernung von nur 8.7 Lichtjahren ist Sirius auch der uns am nächsten stehende Stern der Winternacht. Aber auch damit ist Sirius etwa 550.000mal weiter entfernt als unsere Sonne! Sirius ist in vielerlei Hinsicht ein besonderer Stern. Mit einer Oberflächentemperatur von 10.000° ist er etwa doppelt so heiß wie unsere Sonne. Die anderen Geschichten zum „Hundsstern“ erfahren Sie bei unseren Beobachtungsnächten.

Sternkarte
(Mit freundlicher Genehmigung des Kosmos Verlags, entnommen aus: Keller, Kosmos Himmelsjahr (c) Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, Stuttgart)
Erläuterungen zum Gebrauch der Monatssternkarte: Maus über Himmelskarte bewegen.

Mond:
07.02. Halbmond (abnehmend)
15.02. Neumond
23.02. Halbmond (zunehmend)
02.03. Vollmond
09.03. Halbmond (abnehmend)
17.03. Neumond
24.03. Halbmond (zunehmend)
31.03. Vollmond



Planeten:
Wenn wir den Himmel zurzeit nach hellen Planeten absuchen, dann ist das Ergebnis mehr als dürftig. Allein Uranus ist im Februar noch im Südwesten im Teleskop erkennbar. Er erscheint bei hoher Vergrößerung als kleines, türkises Scheibchen. Oberflächendetails darf man sich bei diesem weit entfernten und ziemlich strukturlosen Gasplaneten nicht erwarten.

Am Morgenhimmel tut sich allerdings etwas. So ganz allmählich kehren unsere Lieblinge wieder in das nächtliche Geschehen zurück: zuerst Jupiter, dicht gefolgt von Mars, und schließlich erhebt sich auch der Ringplanet Saturn über den südöstlichen Horizont. Wer Jupiter in den Morgenstunden im Fernglas genau anschaut, dem werden auch die vier Galileischen Monde auffallen, welche sich in scheinbar geringem Abstand um den Planeten bewegen. Für die Sichtung von Oberflächendetails oder auch den Ring des Saturns benötigt man allerdings ein Fernrohr.


Deep-Sky-Objekte
Als Deep-Sky bezeichnet man Objekte außerhalb unseres Sonnensystems, also beispielsweise Sternhaufen, Gasnebel oder Galaxien. Sie lassen sich am besten durch ein Teleskop betrachten.
h/chi
h/chi Persei
Der Doppelsternhaufen h/chi im Sternbild Perseus ist bereits mit bloßem Auge als länglicher Lichtfleck am Himmel erkennbar. Im Fernglas sind die beiden Sternansammlungen deutlich zu sehen, und im Teleskop bietet sich ein imposanter Anblick.
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M42
Orionnebel
Diese riesige Wasserstoffwolke steht direkt unter den drei Gürtelsternen des markantesten Wintersternbildes und ist ein Hauptobjekt der meisten Führungen unter dem Wintersternenhimmel.
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Eskimonebel
Eskimonebel
Der Eskimonebel NGC2392 ist ein so genannter Planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge, also die sich ausdehnende Gashülle eines sterbenden Sternes. Die Entfernung des Nebels beträgt rund 3.000 Lichtjahre, sein Durchmesser 0.7 Lichtjahre.
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M81/82
Galaxien M81/82
Die beiden Galaxien M81 (Bild) und M82 im Sternbild Großer Bär gehören zu den hellsten Galaxien am nördlichen Sternhimmel. Ein Grund für ihre relativ große Helligkeit ist ihre geringe Entfernung:
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